Der Mensch ist visuell veranlagt, denn unser Gehirn verarbeitet Bilder 60.000 Mal schneller als Texte. Zudem sind rund 90 Prozent der Informationen, die uns erreichen, visuell. Das bedeutet, unser Gehirn ist in der Verarbeitung von optischen Eindrücken besonders gut trainiert. Wenn Sie also Ihre Kunden und Fans erreichen wollen, arbeiten Sie lieber mit Fotos und Grafiken als mit reinem Text.

Das gilt vor allem für Social Media. Beiträge, die mit einem ansprechenden Foto ausgestattet sind, erreichen eine wesentlich höhere Interaktionsrate als reine Text-Postings. 2014 wertete beispielsweise Twitter mehr als zwei Millionen Beiträge aus. Das Ergebnis: Tweets mit Fotos wurden 35 Prozent häufiger retweetet als Kurznachrichten ohne Bebilderung. Facebook hat bereits 2012 festgestellt, dass Beiträge mit Fotos 53 Prozent mehr Likes und doppelt so viele Kommentare erhalten wie reine Text-Postings. These: Aufgrund der seitdem massiv gestiegenen Menge an Content (2018 gab es knapp 1,8 mal so viele Tweets wie 2013) und damit verbundenen notwendigerweise kürzeren Aufmerksamkeitsspanne dürfte der Unterschied weiter gewachsen sein.

Social Media: Fotos erzielen höhere Interaktionsraten

In einer Untersuchung der US-Agentur Buzzsomo wurden mehrere 100 Millionen Facebook-Beiträge aus einem Zeitraum von drei Monaten ausgewertet. Dabei fiel auf: Beiträge mit Fotos erhielten 2,3 Mal häufiger Interaktionen als Beiträge ohne Bebilderung.

Acht Tipps für das perfekte Social-Media-Foto

1. Authentizität ist Pflicht
Es lässt sich nicht vermeiden, dass Sie hin und wieder auf Stockfotos zurückgreifen. Achten Sie dann umso mehr darauf, dass diese Bilder etwas Überraschendes oder Ungewöhnliches zeigen und zum Hingucken animieren. Nutzen Sie zudem Fotos, die zu Ihrem Unternehmen passen. Je authentischer die Bebilderung, desto überzeugender wirkt sie auf Ihre Zielgruppe in den Social-Media-Kanälen.

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Gepostet von in a nutshell am Montag, 11. Februar 2019

2. Abwechslung, Abwechslung, Abwechslung
Bei der Masse an Content im Social Web entscheiden Nutzer mehr oder weniger im Affekt, ob ein Beitrag für sie interessant ist oder nicht. Zeigen Sie darum nicht zum zehnten Mal das Firmengebäude von außen. Stechen Sie lieber aus der Masse hervor – etwa durch kreative Grafiken, originelle Fotos und (passende) GIFs.

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Gepostet von in a nutshell am Montag, 25. Februar 2019

3. Text-Bild-Schere vermeiden
Veröffentlichen Sie kein Posting, bei dem Text und Bild nicht zusammenpassen oder sich gar widersprechen. Wenn Sie also beispielsweise von Urlaubsfeeling sprechen, sollten sowohl Wetter, als auch Stimmung und Location des Fotos dazu passen – wie in diesem Beispiel:

in a nutshell ON THE ROAD: Schaut aus wie Urlaub, ist aber echte Arbeit (!). Unsere Kollegen Timm Rotter und Henri Biem...

Gepostet von in a nutshell am Donnerstag, 5. Juli 2018

4. Emotionen sind der Schlüssel
Nichts animiert Menschen auf den Social-Media-Kanälen mehr zum Interagieren als Gefühle. Nutzen Sie daher bei emotionalen Themen auch dazu passende Fotos. Aber: Achten Sie auch hier unbedingt auf eine authentische Visualisierung. Übertreibungen wirken schnell unglaubwürdig und lächerlich.

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Gepostet von in a nutshell am Mittwoch, 6. März 2019

5. Bildbearbeitung: Weniger ist mehr
Es spricht nichts gegen eine leichte Retusche, aber bleiben Sie realistisch. Gerade in Zeiten von Photoshop und Instagram ist es wichtig, das richtige Maß an Bildbearbeitung zu finden. Die grundsätzliche Devise dabei: Weniger ist mehr – und vor allem ansprechender. Der beliebte Hashtag #nofilter ist der beste Beweis.

THAT'S ME, in a nutshell: Dieses Mal ist Digital Consultant Christopher Koettnitz an der Reihe, portraitiert von Redakteurin Isabel Steffens. Mehr über den Ruhrpottler im bayerischen Exil gibt's hier: ⬇️

Gepostet von in a nutshell am Donnerstag, 6. September 2018

6. Der rote Faden
Geben Sie Ihren Social-Media-Fotos einen einheitlichen Look. So erkennen Nutzer schon in der ersten Sekunde, dass der Beitrag von Ihnen ist. Ein Riesen-Vorteil, wenn Sie bedenken, dass User einem Facebook-Post im Schnitt 1,3 Sekunden Aufmerksamkeit widmen. Überlegen Sie sich außerdem, ob Sie mit einem deutlichen Wiedererkennungsmerkmal, beispielsweise Ihrem Logo oder Slogan, auf den Bildern arbeiten. Eine klare Linie macht Ihren Auftritt unverwechselbar.

KURZ GESAGT: DANKE. Zum zweiten Mal haben wir das Mitgliedermagazin des Mieterverein München e.V. gestaltet. Wir wünschen viel Freude damit! 🙂 Zum Download geht's hier: http://bit.ly/2GQdoV7

Gepostet von in a nutshell am Donnerstag, 11. Oktober 2018

7. Sprechen Sie die Sprache Ihrer Zielgruppe
Texten Sie den Social-Media-Post nicht nur in der Sprache Ihrer Kunden und Fans. Spiegeln Sie diese auch in den Bildern. Wenn Ihre Zielgruppe jungen Leuten bis Anfang 30 entspricht, trauen Sie sich kreativ zu sein und verzichten Sie auf langweilige Stockfotos.

https://www.facebook.com/inanutshell.gmbh/posts/331137257438945:0

8. Wie war die Pixelgröße noch gleich?
Wir wissen natürlich nicht, ob die Gründer der verschiedenen Social-Media-Kanäle uns Social-Redakteuren das Leben extra schwer machen wollten; geschafft haben sie es jedenfalls. Denn je nach Plattform variiert die optimale Fotogröße. Das beste Bild nützt nichts, wenn es verzerrt oder mit dem falschen Ausschnitt im Newsfeed erscheint. Achten Sie generell auf eine gute Qualität der Fotos, selbst mit dem Smartphone lassen sich inzwischen qualitativ hochwertige Fotos aufnehmen.

TitelbildProfilbildFoto für NewsfeedLink-Foto für News-Feed
Facebook851 x 315180 x 1801200 x 6301200 x 628
LinkedIn1536 x 768300 x 3001200 x 6271200 x 627
Twitter1500 x 500400 x 400-1024 x 512
YouTube2560 x 1440800 x 8001280 x 720-

Hier finden Sie alle weiteren relevanten Größen für das perfekte Social-Media-Foto zum Download (u.a. Instagram, Xing, Pinterest).

Auffällig ist, dass die optimalen Profilbilder immer ein quadratisches Format haben. Achten Sie darauf, wenn Sie Ihr Foto beziehungsweise Logo hochladen. Zudem verdeckt das Profilbild häufig einen Teil des Titelbildes, meist auf der linken Seite. Wählen Sie daher ein Titelbild, dass diesen Umstand beachtet:

Übrigens: Mit Apps wie Adobe Spark können Sie das Foto bereits am Smartphone ins richtige Format zuschneiden. Die gängigsten Formate verschiedener Social-Media-Plattform sind dort hinterlegt.